Was hinein gehört
- Verkäufer & Käufer mit vollständigen Adressen
- Nummer, Datum, Gültigkeitsdauer
- Warenbeschreibung je Position mit vollständiger Spezifikation — im Seafood z. B. Aufmachung (HOSO/HLSO/PD), Count mit Basis (TC/RC oder FC) und Glasur-Prozent; in anderen Warengruppen Qualität, Grösse, Sorte
- HS-Code und Ursprungsland je Position
- Menge, Einzelpreis, Gesamtwert, Währung
- Incoterm mit Ort (z. B. CIF Rotterdam) — entscheidet, wer Fracht und Risiko trägt
- Zahlungsbedingungen (T/T, L/C, Fristen)
- Spezifikation: non-treated oder STPP (max. 5 g/kg P₂O₅, deklariert), zugesetztes Wasser gemäss VO (EU) 1169/2011
Warum die Spezifikation hinein muss
Bei Reklamationen zählt, was schriftlich vereinbart war. Ein Beispiel aus dem Seafood: «16/20» ohne Count-Basis ist im Streitfall wertlos — der Lieferant beruft sich auf FC, du meintest TC, und die Differenz von einer Grössenklasse bleibt an dir hängen. Gleiches gilt für Glasur («ca. 20 %» ist keine Zahl) und Soaking. Eine saubere Proforma mit fixierter Spezifikation ist die halbe Reklamation — bevor es eine gibt.
Häufige Fragen
Ist eine Proforma Invoice rechtlich bindend?
Sie ist keine Handelsrechnung, dokumentiert aber die vereinbarte Spezifikation und Konditionen. Bei Akkreditiven und Einfuhrbewilligungen wird sie oft zwingend verlangt.
Was ist der Unterschied zur Commercial Invoice?
Die Proforma kommt vor der Lieferung (Angebot/Bestellbestätigung), die Commercial Invoice mit der Lieferung als Grundlage für Zoll und Zahlung. Inhaltlich sollten sie deckungsgleich sein.
Gibt es eine Vorlage für Proforma-Rechnungen?
SEA DEAL Pro enthält einen Proforma-Generator mit Count-Basis, Glasur, Spezifikations-Block und Druck-Layout — Angaben werden aus deinen Kalkulationen übernommen.