Ratgeber · Dokumente

Proforma Invoice: das unterschätzte Dokument im Import

Von Christoph Bacher, Swiss Prime Taste AG — über 20 Jahre Praxis im Seafood-Handel · Aktualisiert: Juli 2026

Die Proforma ist kein Papierkram — sie ist deine letzte Chance, die Spezifikation schriftlich zu fixieren, bevor produziert und verladen wird.

Was hinein gehört

Warum die Spezifikation hinein muss

Bei Reklamationen zählt, was schriftlich vereinbart war. Ein Beispiel aus dem Seafood: «16/20» ohne Count-Basis ist im Streitfall wertlos — der Lieferant beruft sich auf FC, du meintest TC, und die Differenz von einer Grössenklasse bleibt an dir hängen. Gleiches gilt für Glasur («ca. 20 %» ist keine Zahl) und Soaking. Eine saubere Proforma mit fixierter Spezifikation ist die halbe Reklamation — bevor es eine gibt.

Häufige Fragen

Ist eine Proforma Invoice rechtlich bindend?

Sie ist keine Handelsrechnung, dokumentiert aber die vereinbarte Spezifikation und Konditionen. Bei Akkreditiven und Einfuhrbewilligungen wird sie oft zwingend verlangt.

Was ist der Unterschied zur Commercial Invoice?

Die Proforma kommt vor der Lieferung (Angebot/Bestellbestätigung), die Commercial Invoice mit der Lieferung als Grundlage für Zoll und Zahlung. Inhaltlich sollten sie deckungsgleich sein.

Gibt es eine Vorlage für Proforma-Rechnungen?

SEA DEAL Pro enthält einen Proforma-Generator mit Count-Basis, Glasur, Spezifikations-Block und Druck-Layout — Angaben werden aus deinen Kalkulationen übernommen.